Pfarre & Gemeinde Haslach an der Mühl

Hellblau leuchtende Flachsfelder rund um Haslach sind nicht mehr. Die Webertradition lebt jedoch weiter. Haslach ist heute noch die "Textilmetropole" des Mühlviertels. Von den über zwanzig Textilbetrieben im Oberen Mühlviertel haben immerhin acht Betriebe ihren Standort in Haslach. Der Ort selber liegt am Zusammenfluss der Großen und Steinernen Mühl am Südrand des Böhmerwaldes, in leicht hügeliger, waldreicher und ruhiger Lage.

Haslach an der Mühl, 2002, von Felberau ausDie Gemeinde ist politisch Teil des Bezirkes Rohrbach. Haslach an der Mühl ist eine Gemeinde nur wenige Kilometer vor der tschechischen Grenze im oberen Mühlviertel.

Der Ort Haslach selber liegt auf 531m. Das Gemeindegebiet umfasst 12,41 km². Fast 60% davon werden agrarisch genutzt. Ziemlich genau 1/3 der Gemeindefläche ist von Wald bedeckt.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1256 in einer Schenkungsurkunde an das Stift St. Florian bei Linz (Haselac-Haselach). Der Name bedeutet so viel wie Haselgebüsch an einem Bach. Seit 1341 besitzt der Ort das Marktrecht. Haslach profitierte dabei von seiner geografischen Lage. Handelswege aus dem Donauraum führten von Haslach in mehreren Übergängen über den Kamm des Böhmerwaldes nach Böhmen. Salz eines der wichtigsten Handelsgüter. Haslach, damals von Böhmen und vom Donautal je eine Tagesreise entfernt, wurde Umschlagplatz und Raststätte der Händler. Seinen Höhepunkt als Handelsort und Umschlagplatz erreichte der Ort noch vor Mitte des 15. Jahrhunderts.

Die zweite Blüte erreichte Haslach mit der Leinenweberei. Hausweber, Gewerbe und Industrie standen hier im Mittelpunkt. Leinenweber und Händler lieferten ihre Produkte in viele Teile der Monarchie. Ende des 19. Jahrhunderts geriet dieser Wirtschaftszweig jedoch in größere Schwierigkeiten.

Haslach an der Mühl, um 1830Haslach war zuerst ein vorgeschobener Posten der Bischöfe von Passau. Die Rosenberger, deren Stammschloss in Krumau, Südböhmen, liegt, verwalteten Haslach zeitweise als Lehen. 1341 kauften die Rosenberger den Markt. Mit kurzen Unterbrechungen blieb er in deren Besitz bis 1599. Von 1599 bis 1663 war wieder Passau der Besitzer des Marktes. Ab 1663 bis zur Aufhebung der Grundherrschaft 1848 übte schließlich das Stift Schlägl die Herrschaft aus.

In den Jahrhunderten blieb der Ort von Kriegseinwirkungen (Hussiteneinfälle 1427 und 1469, Bauernkrieg 1626) und verheerenden Bränden wie etwa 1680, 1698, 1806, 1826, 1862 nicht verschont. Besonders arg war der Brand von 1826. Innerhalb der Mauern brannte bis auf 12 Häuser der gesamte Markt ab. 1862 wurde in der Diözese Linz zu Spenden für den Wiederaufbau von Haslach aufgerufen. Auch in den nachfolgenden Jahren (1866, 1867, 1873, 1890, 1898, ...) kam es immer wieder zu größeren Bränden, die jedoch nicht mehr die katastrophalen Ausmasse der Jahre 1826 und 1862 annahmen.

Von der ehemals rundumgeschlossenen Befestigungsanlage sind heute noch Teile an der Süd- und Westseite, zwei Rundtürme und der untere Stadtturm erhalten.

Haslach an der Mühl, vom Westen, 1905

Haslach an der Mühl, vom Südosten, 1905

Haslach ist reich an Museen: Neben einen Webereimuseum beherbergt der Ort auch noch im 'Alten Turm' das Heimathaus. Darüber hinaus gibt es noch ein Kaufmannsmuseum und ein Museum für mechanische Musik und Volkskunst. Etwas außerhalb von Haslach, der Ortschft Kasten ist ein 1812 erbautes Dorfschulgebäude als Schulmuseum eingerichtet.

Chronik von Haslach an der Mühl [1]

2000 v. Chr. 3 Steinbeilfunde aus der Jüngeren Steinzeit; Haslach - alter Kulturboden?
1016 Mit der Schenkung des Gebietes zwischen IIlz und Rodl durch Kaiser Heinrich II. an das Frauenkloster Niederburg bei Passau beginnt die Urbarmachung des oberen Mühlviertels
1231 In einem Vertrag werden die Lehen südlich der steineren Mühl von den Herren von Rosenberg an den Bischof von Passau abgetreten.
1256 Älteste Erwähnung Haslachs
1257 Erwähnung eines Nikolaikirchleins als Filiale von St. Oswald (Stift Schlägl)
Ebenso wird bereits eine Befestigung mit einem massiven Turm genannt
1303 In Haslach wird ein Richter namens Jakob genannt&xnbsp;
1329 Haslach wird in einem 'Passauer Urbar als "forum" bezeichnet&xnbsp;
1231 - 1341 Haslach ist im Besitz der Passauer Bischöfe - In dieser Zeit ist Haslach befestigt
1341 Peter von Rosenberg kauft Haslach von Bischof Albrecht von Passau um 1300 Pfund Pfennige (Passauer Münze) Die Befestigungsanlagen müssen geschleift werden
1350 Um diese Zeit dürfte der erste Teil (heutiger Altarraum) unserer Pfarrkirche errichtet worden sein
1373 Ein Schullehrer in Haslach genannt (Schullehrer und Mesner)
1421 Am 27. April veräußert Ulrich von Rosenberg nach der Heirat von Katharina von Rosenberg mit Reinprecht IV (1418), dem "edlen Herren Reinprecht IV. von Wallsee.&xnbsp;
Hauptmann ob der Enns den Markt samt Leuten und Gütern, mit dem Gericht und aller Zubehör"
1427 Haslach wird von den Hussiten geplündert und zerstört (dürfte wieder befestigt gewesen sein). 1428 und 1432 weitere Einfälle
1428 Eigene Zunftordnung durch Albrecht V
1435 Haslach wird eigene Pfarre und dem Stift St. Florian bei Linz inkorporiert
1440 Reinprecht von Wallsee als Grundherr gibt dem Markt das Salzhandelsrecht, das zu den bedeutendsten Einnahmequellen des Marktes zählte
1469 Einfälle böhmischer Horden: unter Roubik, Plech, Peter Stoupensky, Heinrich Zmiszan (auch 1471 und 1473)&xnbsp;
1480 Um diese Zeit wird die kleine Kirche um das Langhaus erweitert
1483 Nach dem Tod Reinprecht V. von Wallsee fällt Haslach wieder an die Rosenberger..
Wok von Rosenberg will die Befestigungen wieder aufbauen. Verbot durch Ulrich von Starhemberg, Landeshauptmann von Oberösterreich.
1487 Friedensschluß mit Starhemberg, endgültiger Ausbau der Befestigungsanlagen. Haslach wird mit einer Mauer und 4 Türmen befestigt, wovon der Wehrturm bei der Kirche der größte ist. (Später hatte Haslach aber 2 Tortürme, einen Kirchturm und 5 kleine Rundtürme). Um diese Zeit sind der Marktrichter Sigmund Vorauer und seine Frau große Wohltäter des Marktes.
1514 Kaiser Maximilian der I. verleiht dem Markt zwei Jahrmärkte (Michaelimarkt - 29. September und Nikolaimarkt - 6. Dezember) und einen Wochenmarkt jeden Mittwoch. Es heißt: Richter und Rat hatten früher darüber brieflich Urkund gehabt, waren aber in Zeiten der Kriegsläufe durch Brand und Zerstörung des Marktes darumb gekommen (verlustig gegangen).
1522 Vom Grundherrn Peter von Rosenberg wird die erste Handwerksordnung (bestehend aus 24 Artikeln) vom "Bschaubrief' des Grafen von Schaunberg, ausgestellt am 10. August 1506 für die Weber von Eferding, für die Weber von Haslach bestätigt
1578 In Haslach urkundlich die Weberzunft genannt. Der Ort Haslach wird mit den Weberorten Rohrbach, Neufelden, Hofkirchen und Sarleinsbach in die neue Handwerksordnung durch Bestätigung von Kaiser Rudolf II. in Prag aufgenommen (3. Oktober - Rudolfinische Zunftordnung)
1599 Haslach kommt wieder in den Besitz der Passauer Bischöfe (nach dem Aussterben der Rosenberger)
1600 Ein altes Urbar sagt, daß um diese Zeit in Haslach 120 bürgerliche Häuser, 5 Brandstätten, 8 Werkhäuser, 4 Hammer- und 4 Lederwerkstätten (Stampfen) waren
1615 Am 1. Jänner bestätigt Kaiser Mathias dem Richter und den Bürgern auf ihre Bitten ihr Wappen oder Marktschild, das ihre Vorfahren über 300 Jahre geführt hatten. (Darum das M im Wappen über der Rosenbergerrose). Als Begründung lesen wir "..... daß sie genugsam Dokumente vorgebracht hatten, aber um die Originalia waren sie neben anderen Freiheiten im Hussiten- oder behmischen Krieg gekommen, da dazumalen der Markt Haslach mit Brand verhört worden".
1626 Am 28. Mai besetzen die Bauern mit ihrer Hauptmacht den Markt. Der Pfarrhof wird geplündert, das Vieh erschlagen, alle Waffen und Munition geraubt.
1632 Am 2. Oktober sind auf Befehl Wallensteins zwei Regimenter von Passau ins Obere Mühlviertel eingerückt, wo sie in Haslach ihr Hauptquartier aufgeschlagen haben.
1642 Die Pfarre Haslach wird vom Stift St. Florian an die Schlägler abgetreten (18. August). Seither ist Haslach Schlägler Pfarre.
1650 Um diese Zeit wütet in unserer Gegend die Pest. Auch die Pestsäule dürfte im 17. Jahrhundert errichtet worden sein.
1652 Die Zünfte machen in dieser Zeit viele Stiftungen (siehe Lichtsäule hinter der Kirche auf dem alten Friedhof: "anno 1652 hat ein ersam Handwerk der Fleischhacker und -prieder diesen wieder renovieren lassen.A.G.H.B.")
1663 Am 20. Dezember kauft Abt Martin Greising Haslach vom Hochstift Passau. Schlägl übernimmt auch die Gerichtsbarkeit und die Lehensherrschaft
1680 Erster großer Brand, von dem berichtet wird. Weitere große Brände 1794, 1806, 1826, 1862, 1869
Zur Linderung der Not werden nach den Bränden vom Abt des Stiftes Schlägl gelegentlich Steuerfreiheiten gegeben und Liegenschaften billig verkauft.
1694 Bis zu diesem Brandjahr war das Haus Haslach 41 (alte Marktmühle) Rathaus. Da es die Bürger nicht mehr aufbauen können, wird die Brandstatt verkauft (Mathias Lüftner, 900 Gulden) und das 1680 vom Stift gekaufte Pfleghaus Nr. 41 zum Rathaus umgebaut (heutiges Rathaus)
1698 Abt Siard von Schlägl überläßt den Bürgern die Wegbrücken- und Bodenmaut zu Haslach, die bisher von der Herrschaft eingehoben wurde.
1707 Kaiser Josef I bewilligt einen 3. Jahrmarkt - 10. August ("Laurenzimarkt")
1725 Lockerung der Zunftordnung durch Kaiser Karl VI: ("Schwarzweber", die nicht in die Weberzunft aufgenommen wurden, konnten nun durch Zahlen eines Schutzgeldes weben!)
1745 Aufstellen der Mariensäule auf dem Marktplatz durch den Bürger Johann Wilhelm Keindl in Erfüllung eines frommen Gelübdes
1755 Maria Theresia räumt auch den Bauern das Recht ein, gleich den Marktbürgern das Weben "zunftmäßig" zu betreiben (Einstellen von Lehrjungen und Gesellen)
1805 & 1809 Durchzug und Einquartierung französischer Truppen. Verschleppung des Bürgermeisters und Gastwirtes Paul Paschinger (Poscher?) nach Linz und Passau. Nach glücklicher Heimkehr erbaut er die obere Bründlbergkapelle (Poscherkapelle)
1807 Wiedererrichtung der Bürgergarde unter dem Bader und Feldscher Franz Weber
1826 Bürgerspital (unterhalb des Pfarrhofes) abgebrannt
1830 Bau des neuen Bürgerspitals in der Goaßzeil (Spitalgasse)
Bau des ersten Teiles der Vonwillerfabrik. Abtragung eines Teiles der Ringmauer
1833 Gründung des Sängerbundes
1840 Wiedererrichtung des Musikvereines. Musikverein aber auch schon 1827 durch einen Brief an die Kommune urkundlich nachgewiesen
1842 Erste Marktbeleuchtung mit Rapsöl&xnbsp;
Erste Straßennumerierung
1850 Aufschwung des Hopfenbaues. Jedes Bürgerhaus hat seinen Hopfen. Die meisten Hopfenäcker sind in den "Hoigarten" (Hochgärten)
Errichtung des Bezirksgerichtes und des Steueramtes
1852 Errichtung des Postamtes in der Windgasse
Ausbau der Grubbergkapelle durch Anton Mathie (Haslach Nr. 67, Marktplatz 43)
1857 Der Gehsteig neben den Häusern wird mit Steinplatten belegt
1867 Abtragen des oberen Torturmes und des Torwarthauses (Nr. 58). Die Steine werden zum Bau der Linzerstraße (Brücke über die Steinerne Mühl) verwendet
1868 Kajetan Klimesch (Klimesch?) baute das steinerne Wasserkar (hinter dem Bayerhaus), um mit dem Marktbachwasser ein Mühlenrad zu betreiben (später Turbine - zur Stromerzeugung)
1872 Gründung des Veteranenvereines&xnbsp;
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
1874 Errichtung der Sparkasse (zuerst "Sparkasse der Marktkommune Haslach), ab 1938 Sparkasse der Marktgemeinde Haslach
1875 Gründung des Verschönerungsvereines Haslach (1. Obmann Robert Salomon)
1880 Bau des Bades in der Stegmühle
1883 Errichtung der k.u.k. Webereifachschule
1885 Eröffnung des Kindergartens im Haus Sternwaldstraße 8 (Verein zur Erhaltung der Kleinkinderbewahranstalt Haslach)
1888 Eröffnung des Betriebes der Mühlkreisbahn. Bahnhof Haslach ca. 4 km vom Ort entfernt (wegen der Linienführung über Rohrbach)
1899 Schließung der Webereifachschule
1901 Die Brüder Johann und Leopold Rechberger bauen ein Elektrizitätswerk. Umstellung derMarktbeleuchtung auf elektrischen Strom (erste elektrische Beleuchtung im Bezirk)
1902 Eröffnung des "Krankenhauses" der Anna Dorfwirth'schen Krankenhausstiftung im Hause Nr. 122 (Pflaster 10, Anzinger)
1905 Erneuerung des sehr desolaten Kreuzweges auf den Grubberg in der heutigen Form
1906 - 1907 Ausbau des Turmes bei der Kirche: aus dem Wehrturm wird der Kirchturm (Dombaumeister Schlager)
1908 Trinkwasserleitung mit Hochbehälter (100 m3) auf dem Grubberg: 18. August - Eröffnung
Erstes Grammophon in Haslach (Gasthaus Reingruber)
1910 Windgassenbrand: Alter Turm ausgebrannt. Mit Hilfe des damaligen Bezirksrichters Wingelmeier wiederhergestellt; Kommune erbaut die Steinerne Stiege.
Erstes Auto in Haslach (im Bezirk?) - Herr Vonwiller.&xnbsp;
Arbeiterstreik und Aussperrung in Haslach (und Rohrbach) -Fa. Vonwiller-Haslach, Foelser-Lichtenau, PöschlRohrbach; Lohnforderungen: ein Mehr von 30 % und bessere Arbeitszeit.
Erste Kinovorstellung in Haslach: Gasthaus zum "Kinematographen", zuletzt Wolkerstorfer, Lichtenauerstr 2.
Neues Geläute, Weihe durch den Abt des Stiftes Schlägl, Norbert Schachinger
1913 Apotheke in Haslach "Zum heiligen Nikolaus" (Eröffnung am 2.Jänner)
Einweihung der neuen Orgel in der Pfarrkirche
1917 Die Kirchenglocken müssen dem Krieg geopfert werden.
1918 Durch den Zerfall der Österreich-Ungarischen Monarchie wurde die alte Landesgranze gegen Böhmen Staatsgrenze. Der Markt Haslach verliert dadurch mindestens ein Drittel des wirtschaftlichen Hinterlandes.
1920 Notgeld der Gemeinde Haslach (10, 20, 30 und 50 Kronen) ausgegeben
1922 Eröffnung des Kinos in der Turnhalle (heute Wiplinger, Sternwaldstraße 18)
1923 Aufhebung des Bezirksgerichtes und Steueramtes in Haslach (Beamtenabbau?!)
1925 Wiedereröffnung der Webereifachschule im Gebäude des ehemalien Bezirksgerichtes (heute Post, Gendarmerie)
Das Postauto löst die Postkutsche ab.
Eröffnung der Autobuslinie Helfenberg - Haslach - Bahnhof
1926 Herausgabe der Geschichte der Pfarre Haslach bis zur Übernahme durch Schlägl 1642, von Dr. Laurenz Pröll.
Brand am oberen Marktplatz
1927 Großes Heimatfest
Gründung des Heimathauses im Alten Turm (Erster Kustos - Johann Mayrhofer)
Kino im kath. Vereinshaus an der Linzerstraße
1928 Errichtung des Kriegerdenkmales (Pietä mit Flammenschwert - von Wagner von der Mühl, Rohrbach)
1929 Brand auf der Stelzen (14 Häuser)
1932 Abdeckung des Marktbaches auf dem Marktplatz (von der Linierstraße herein bis zum Haus Gustav Mathie in Rohre verlegt)
Pflasterung der Straßen, Arbeit an den Gehsteigen&xnbsp;
Errichtung der Stützmauer entlang der Straße von der Lanitz bis herauf zum Graben
1933 Errichtung des Sängerdenkmales (100 Jahre Männergesangsverein)
Diphtherie-Epidemie: Schulsperre
1934 Alte Siedlung (Dollfußsiedlung) in Holstein gebaut Bombenanschlag in Haslach (Vereinshaus, Garage Mathie, Kaufhaus Wiplinger)
Verstärkung des Gendarmeriepostens
1935 Tonkino Haslach im Vereinshaus
Große Innenrenovierung der Pfarrkirche
1936 Neubau des Krankenhauses an der Helfenbergerstraße (Hochgärten 4)
Kauf des Turnplatzes auf der Kranzling durch die Gemeinde
1938 12. März: Einmarsch der deutschen Truppen&xnbsp;
14. März: Die NSDAP-Vertreter erklären dem Bürgermeister Wiplinger und dem Sekretär Koblmiller, daß sie weiterarbeiten sollen, aber keine politischen Entscheidungen zu treffen hätten
18. März, 9.00 Uhr: Bürgermeister Wiplinger und Sekretär Koblmiller haben ihre Ämter niederzulegen und die Schlüssel zu übergeben.
Neuer Bürgermeister: Norbert Zinöcker, Sekretär: Karl Ortner
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Großzügige Planungen der neuen PG-Gemeindemandatare:
Ausbau der Gemeindestraßen, Schaffen von Wohnanlagen
Errichten von Brause- und Wannenbädern im hinteren Teil des Gemeindehauses
Neugestaltung von Haslach - Groiß Plan: Ausbau vor allem Richtung Helfenberg - Wohnblöcke, Gemeinschaftsanlagen; Ausbau der Bahnlinie im Mühltal mit Station in Haslach (Nähe Gasthaus Wolkerstorfer, Lichtenauerstraße 1); Umfahrungsstraße, Verwaltungsgebäude (für Bezirksverwaltungsbehörde)
Die Sparkasse der Marktkommune wird Sparkasse der Marktgemeinde Haslach
1939 Ausbruch des 2. Weltkrieges (1. September)&xnbsp;
Allgemeines Verdunkelungsgebot für alle Häuser (2. September)
1940 Bau der Häuser "Neue Heimat" (Neue Heimat Nr. 1, 3, 5, 7 und 9)
Gedenken an die ersten Gefallenen im Gemeindetag (Gemeinderatssitzung)
Beschluß zum Bau einer neuen Volksschule, Webereifachschule und Errichtung einer Hauptschule
Bau einer Straße über Jaukenberg - Hochhausen nach Deutsch- Reichenau in Angriff genommen (Reste am "Berg" erhalten)
Ab diesem Jahr Deportation von "Siechen" aus dem Krankenhaus in "Heilanstalten", - dort starben sie
1941 Stift Schlägl wird aufgelöst
Erste Umsiedler kommen nach Haslach (12 Südtirolerfamilien)
1943 315 Umsiedler sind in Haslach
Letzte Verhandlungen zum Thema "Umwandlung unseres Krankenhauses" in eine Bezirkseinrichtung - endgültige Ablehnung durch den Gemeindetag
Die Insassen des Krankenhauses werden in das Zollhaus Hörleinsödt übersiedelt
Krankenhaus wird Flüchtlingslager und Durchzugsspital&xnbsp;
1944 Der spätere Bürgermeister der Stadt Linz, Ernst Koref, wird im Zusammenhang mit dem Attentat auf Hitler (20. Juli) in Haslach verhaftet
Sperrung der Volksschule (Oktober): 300 Flüchtlinge aus dem Banat werden untergebracht
Gemeindetag am 30. April: Für die Flüchtlinge sollten Erdhütten gebaut werden (10 Hütten).
1945 2. Mai: Beginn der Beschießung Haslachs. Viele Bewohner des Marktes flüchten. Um 16.00 Uhr wird die Brücke über die Mühl gesprengt
3. Mai: Prov. Bürgermeister Gustav Mathie und Rüdiger Vonwiller hissen die weiße Fahne und melden den Amerikanern, daß Haslach zur Übergabe bereit sei. Die Amerikaner rücken nicht vor
4. Mai: Nachdem von Haslach aus wieder geschossen wird, beginnt am Morgen noch einmal der Beschuß der Amerikaner auf Haslach
Ende Juli/Anfang August: Die Amerikaner verlassen Haslach, die Russen rücken als Besatzungsmacht ein (70 - 150 Personen)
5. November: Die demokratische Gemeindeführung beginnt (erster Gemeinderat - Bürgermeister Wiplinger)
1946 Übernahme des Ortsfriedhofes durch die Pfarre&xnbsp;
Errichten des Russenfriedhofes; er wird 1947 dem Haslacher Bürgermeister "zur ewigen Sicherung und ordnungsgemäßen Erhaltung" übergeben
Errichtung der Pfadfindergruppe
1949 Wiederherstellen der Kirchenfenster und des Kirchen- und Pfarrhofdaches
Offizielle Eröffnung des Russenfriedhofes
1950 Bezirksmusikfest in Haslach, bei dem in Anwesenheit des Komponisten Karl von Pauspertl das Festspiel "Aus Haslachs vergangenen Tagen" aufgeführt wird&xnbsp;
Lanitz-Siedlung (Vonwiller-Wiese)&xnbsp;
Rebenleiten-Siedlung (Stahlmüllergründe), Rebenleiten 5 -14
Errichtung der Entbindungsstation im Krankenhaus Haslach
1951 Erweiterung der Wasserleitung (Einzugsgebiet Haid)&xnbsp;
Neubau der Webereifachschule fertiggestellt&xnbsp;
Verrohrung des Marktbaches am Bach (Bereich Gollner/ Moser)
1952 Anschaffung neuer Glocken von der Glockengießerei St. Florian
Glockenweihe am 7. September durch den Abt von Schlägl (Kosten der Glocken 164.783 S)
Neuer Pfarrer in Haslach: Herr Josef Lorenz (ab 8. September)
1953 Bau des neuen Pfarrheimes
Uraufführung des Heimatspieles "Das Lied der Ungeborenen" von Frau Angela Koblmiller
Zubau zum alten Kindergarten (Tagraum)
1954 Neue Brücke über die Große Mühl (Planung)&xnbsp;
Güterweg Ödt (Bauzeit 1951-1954)
Neuer Pfarrer: Herr Stefan Bühler&xnbsp;
1955 Gründung der Webereigenossenschaft&xnbsp;
Gründung des Mühlviertler Singkreises
1956 Bau des Internates zur Webereifachschule&xnbsp;
Wiedererrichtung der Bürgergarde (Gründungsversammlung)
1. Fernsehapparat in Haslach (Cafe Langsteiner)
1957 Bau der neuen Hauptschule
Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Brücke über die Große Mühl
Wertvolle Funde aus frühgeschichtlicher Zeit bei der Abtragung des Steinfelsens "Herrenmühle"
Beginn des Baues der Felberau-Siedlung (heute Weberstraße)
1958 Errichtung von Freibad und Sportplatz auf der Kranzling&xnbsp;
Vollständiger Umbau des Bundesgebäudes (Post und Gendarmerie)
1959 Errichtung des Volksheimes Ausbau des Pfarrheimes Erneuerung der Straßenbeleuchtung
1960 Auftreten von Paratyphus-Erkrankungen im Marktbach-Bereich
Verbot der Verwendung von Bachwasser in Haushalten und Lebensmittelbetrieben
Pflasterung des Marktplatzes und Aufstellung neuer Beleuchtungskörper
Im Webermarkt Haslach gibt es 9 Industriebetriebe und 10 handwerksmäßige Webereien
Der letzte Türmer (Familie Pötscher) verläßt die Kirchturmwohnung und zieht in ein LAWOG-Haus
Bau der LAWOG-Häuser I und II (Neue Heimat 1 und Rebenleiten 4)
1961 Fest der Wiedergründung des Uniformierten Privilegierten Bürgerkorps Haslach nach dessen Auflösung in der NS-Zeit (5./6. August)
Rückgabe des Kommunevermögens an die Agrargemeinschaft, Ablöse der Verpflichtungen durch die Marktgemeinde (dadurch wird ein jahrelanges Streitverfahren positiv abgeschlossen)
1962 Errichtung der neuen Volksschule (Einweihung 2. September)
Bau des Tennisplatzes
Festlicher Blumenkorso (August)
Neue Beleuchtung für Graben, Stelzen, Spitalgasse und Lanitz
1963 Erweiterung der Trinkwasserleitung (Hörleinsödt)&xnbsp;
Güterweg Hartmannsdorf (Bauzeit 1962-1963)&xnbsp;
Abtragen des Wächterhäusls beim Alten Turm&xnbsp;
Abtragen des Runderkers beim Aumayerhaus und Bau der Fußgängerpassage durch den Alten Turm
1964 Bau der Sparkasse des Marktes Haslach Brückenbau Stegmühle
Bau der Eigentumswohnhäuser, Rebenleiten 20 und 22 Aufstellen eines Schiliftes auf dem Bründlberg
Neuer Pfarrer: Herr Benedikt Pendlmayr
1965 Verlegung der Zollwachabteilung Hörleinsödt nach Haslach 166 (Gasthaus Wolkerstorfer - Lichtenauerstraße 1)
Errichtung des Kriegerdenkmales für die Gefallenen des 2. Weltkrieges
1966 Umbau des Rathauses, Errichtung des "Rathauskellers"&xnbsp;
Automatisierung des Funksprechnetzes
Kauf des ehemaligen Kindergartens durch die Pfadfinder Haslach (Umbau: Pfadfinderheim, Jugendherberge)
Baubeginn der Holsteinsiedlung (Marktmüllergründe)&xnbsp;
Ortschaftsweg Grill (Bauzeit 1964-1966)&xnbsp;
Ortschaftsweg Holzhäusln (Bauzeit 1964-1966)
1967 Errichtung eines Turnsaales für die Schulen
Errichtung des Fremdenverkehrsverbandes Haslach - St. Stefan
1968 Neubau des Kindergartens (1966 bis 1968: Einweihung am 10. November 1968)
Verstärkung des Gendarmeriepostens zur Sicherung der Staatsgrenze wegen des Einmarsches der WarschauerPakt-Staaten in die CSSR
Abriß und Neubau des Hauses Spitalgasse 5&xnbsp;
Güterweg Laah (Bauzeit 1966-1968)
1969 Ausbau der Kanalisierung
1970 Errichtung des Weberei-Museums
Renovierung der Mariensäule (Renovierung der Statue durch Max Stockenhuber/Linz, der Steinsäule durch Franz Grünzweil/Helfenberg)
Güterweg Felberau I (Bauzeit 1967-1970)&xnbsp;
Straßenbeleuchtung für den Ortsteil Holstein&xnbsp;
Renovierung der Gemeindekanzlei
1971 Bau der Totenhalle&xnbsp;
Eröffnung des Webereimuseums
Bau des LAWOG-Hauses III, Rebenleiten 37
Einführung der allgemeinen Müllabfuhr
1972 Übergabe des Krankenhauses an den Bezirksfürsorgeverband Rohrbach
Eröffnung des Hallenbades (1. Juni)
Bau und Weihe der neuen Orgel in der Pfarrkirche
100-jähriges Jubiläum der Freiwilligen Feuerwahr Haslach
Güterweg Bärenholz (Bauzeit 1970-1972)
Letzte Ausschank im Gasthaus Bindeus (Michaelikirtag - 29. September)
1973 Straßenbau Stehmühle-Stahlmühle (Bauzeit 1970 -1973)
1974 Eröffnung des Erweiterungsbaues des Kindergartens Errichten des Bürgermeister- und Trauungszimmers
1975 Renovierung der Totenkapelle, in der 24 m3 Gebeine und 500 Totenschädel aufbewahrt sind
Straßenbau Rebenleiten&xnbsp;
Fertigstellung der Ortsumfahrung&xnbsp;
Errichtung eines Clubhauses am Tennisplatz&xnbsp;
Abschluß der Erweiterung des Krankenhauses (neue Kapelle, großer Speisesaal, Küche, Klausur u.a.)
Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger besucht in Begleitung des Landeshauptmannes Dr. Wenzl das Webereimuseum und die Fa. Vonwiller
1976 Errichtung und Inbetriebnahme der Kläranlage Ortschaftsweg Fellhäusln
Eröffnung der Ortsumfahrung
1978 Eröffnung einerZweigstelle derRaiffeisenkasse St.Oswald im Hause Sternwaldstraße 22
Eröffnung einer Filiale der Volksbank Rohrbach in Haslach, Marktplatz 15
1979 Angelobung von Jungmännern für das Österreichische Bundesheer am Marktplatz (4. August)&xnbsp;
Währenddessen Ausbruch eines Brandes im Haus Marktplatz 39, ausgelöst durch eine brennende Kerze
Güterweg Teufelsbrücke (Bauzeit 1976-1979)
Ortschaftsweg Turmbauer (Bauzeit 1977-1979)
1980 Zubau zum Krankenhaus fertiggestellt (Westtrakt u.a.) Bau des LAWOG-Hauses IV (Grubberg la)
Zubau zur Sparkasse Haslach und Fassadengestaltung Erweiterung des Fremdenverkehrsverbandes auf Haslach - St. Stefan - Afiesl
1981 Große Kirchenrenovierung und Errichtung des Volksaltares
Auflösung der Entbindungsstation in Haslach&xnbsp;
Fusionierung der Haslacher Sparkasse mit Bad Leonfelden, Aigen, Rohrbach, Lembach, Neufelden zur Sparkasse Mühlviertel-West (SMW)
1983 150-Jahr-Feier des Sängerbundes Haslach Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters Hochgärten (300 m3)
Eröffnung der neuen Lagerhauses auf der "Breitwiese" (Sternwaldstraße)
100 Jahre Webereifachschule
Güterweg Jaukenberg (Bauzeit 1978-1983)
1984 Sanierung und Verbreiterung der Linzerbrücke Ortschaftsweg Kitzberger (Bauzeit 1981-1984)
1985 Großer Eisstau auf der Großen Mühl mit hohem Schaden im Bereich der Kranzling (Februar) - Erneuerung des Steges
Verrohrung des Marktbaches (Hammermühle) Abbruch der Großen Wäsche
Ersetzung des ausgedienten Pendelliftes auf dem Bründlberg durch einen Umlauflift (Tellerlift)
Ausstattung der Musik mit neuen Musikinstrumenten Eröffnung eines Fremdenverkehrsbüros
100 Jahre Kindergarten Haslach
1986 Durchführung der 10. Mühlviertler-Gendarmerie-Meisterschaften in Haslach (Juni)
Brand in der Tischlerei Andexlinger, Sternwaldstraße 60, Glimmbrand im Sägespäne-Behälter (l. Oktober)
40 Jahre Pfadfinder Haslach
Umbau des Rathauskellers und Wiedereröffnung Ausbau eines Dachgeschosses im Altersheim
1987 Abbruch des Kaufhauses Wiplinger - Errichtung eines modernen Spar-Marktes
Abbruch des Hauses Marktplatz 42 und Neubau der Raiffeisenkasse
Umsiedlung der Zweigstelle der Volksbank Rohrbach in das Haus Marktplatz 43
Schenkung des Amersdorfer-Areals an die Gemeinde Haslach
Sparkasse Haslach, Errichtung der Selbstbedienungszone
Ortschaftsweg Toheiblmühlleiten (Bauzeit 1983-1987) Ortschaftsweg Oberlaahberger (Bauzeit 1981-1987)
1988 Abschluß der Hallenbadsanierung
Auflassung der ELAN-Tankstelle auf dem Marktplatz (Sängerpark)
Patenschaft mit den vertriebenen Friedbergern - Aufstellen eines Denkmales
Errichten der Schulsportanlage Rebenleiten/Holstein Güterweg Felberau 11 - Hauszufahrten, Zufahrt Reicher (Bauzeit 1984-1988)
Ortschaftsweg Hofer (Bauzeit 1983-1988)
Abbruch der ehemaligen Marktmühle (diente bis 1694 als Rathaus) und Neubau des Modehauses Geretschläger 40-jähriges Jubiläum des Sportvereines Haslach Eröffnung des Kaufmannsmuseums
1989 Tödlicher Unfall des Grafen Nikolaus Hyppolith Revertera, Helfenberg, bei Haslach (April) - verbrannte im Auto nach Anprall an einen Baum
Außenrenovierung der Pfarrkirche Lehrwerkstättenzubau zur Webereifachschule Gestaltung der Sternwaldstraße im Marktbereich - Parkstreifen
Großer Eisstoß am 12. Dezember
Errichtung der Schulstube im Glockenhäusl Kasten
1990 Die Kreuzschwestern verlassen unser Altenheim (30. April) - ab nun weltliche Leitung
Sanierung des Güterweges Teufelsbrücke (Bauzeit 1989-1990)
Ortschaftsweg Schinkinger (Bauzeit 1989-1990)
Großer Windsturm im März (zum Teil verheerende Waldschäden)
Aus dem Fremdenverkehrsverband wird der Tourismusverband (neues Tourismusgesetz)
1991 Abtransport des Panzers bei den Dauerkleingärten zur Kaserne Wels
Das "Krankenhaus" wird ab 1991 endgültig "nurmehr" als Bezirksaltenheim geführt
Neubau der Magerlbrücke - Eröffnung am B. August (Bauzeit 1990-1991)
Sanierung des Ortschaftsweges Stegmühle Ortschaftsweg Bärenholz (Zufahrt Mitschangründe) Ortschaftsweg Erlenweg 111 (Einfahrt Käfer bis Thaller)
Sanierung des Marktbaches (vom Kickingereder-Stadl bis Gollner)
Haslach 650 Jahre Marktrecht
50-jähriges Jubiläum des Kleintierzüchtervereines Haslach
Großer Eisstoß am 21./22. Dezember&xnbsp;
1992 Sanierung des Altbaues des Altenheimes (2-Bettzimmer, Naßzellen)
Ortschaftsweg Atzmüller (Bauzeit 1991-1992) Feierlichkeiten zu 650 Jahre Markt Haslach, 120 Jahre Freiwillige Feuerwehr Haslach, 140 Jahre Postamt Haslach und 30 Jahre neue Volksschule
Erste Priesterweihe in der Pfarrkirche: Franz Lindorfer, Hundbrenning, Pfarre Rohrbach (8. Juli). 
1998 Die Freizeitanlage Kranzling sowie das Musikhaus wird eröffnet.
1999 Die Gemeinde erwirbt im Oktober die Anlage der 'Vonwiller'-Fabrik.
Gardehaus wird eröffnet und die Friedhofserweiterung abgeschlossen. OASE (Sozialprojekt) wird eröffnet
2000 Das Rathaus wird nach Umbau eröffnet; ebenso Eisbahnen am Auslaufplatz.
2002 Die Sanierung des Hallenbades wird abgeschlossen; das BBRZ (Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum) - Geschützte Werkstätte und Mühlviertler Ausbildungszentrum (errichtet am Areal der ehemalligen Textilfabrik Vonwiller) wird am 18.10.2002 ihrer Bestimmung übergeben.
2003 Wichtige Bauvorhaben können abgeschlossen werden: Schulhof-Spielplatz, Umbau des Pfarrhofes, Feuerwehrhaus, Musikschule, ...
2003 Haslach wird 'Klimabündnisgemeinde'
2004 Agenda 21-Prozess mit Erstellung eines Gemeindeleitbildes wird eingeleitet
2006 Jubiläum '50 Jahre Hauptschule Haslach' & '50 Jahre Bürgergarde Haslach'
2007 Erneuerung des Naturerlebniswegs Welset Pühret; Beitritt zur EU-Leaderregion Hansberglang; Eröffnung der 'Mechanischen Klangfabrik' im Vonwiller-Areal sowie Wiedereröffnung der 'Manufaktur' im Obermüller Gebäude
2008 Jubiläum '175 Jahre Haslacher Sängerbund' & '20 Jahre Kaufmannsmuseum'; Textilschule wird zu einer 'Fachschule für Mechatronik'
2009 Jubiläum '100 Jahre Imkerverein Haslach'
2010 Jubiläum '330 Jahre Agrargemeinschaft Haslach', die im selben Jahr auch den 'OÖ-Landes-Natur- und Umweltschutzpreis' erhielt
2011 Spatenstich für Neubau des Bezirksaltenheims

Pfarre und Pfarrkirche Haslach an der Mühl

Der Markt Haslach gehörte in alter Zeit zur Pfarre St. Oswald. Bereits 1329 wird jedoch ein Rudolf als Pfarrer von Haslach urkundlich erwähnt. Aus einer Stiftungsurkunde aus 1373 ist zu ersehen, dass im Markt wohl eine Kirche bestand, dass aber zur Abhaltung von 4 gestifteten Jahrtage der Pfarrer von St. Oswald kommen mußte. 1411 wird mit Heinrich Wohlschlager wieder ein Pfarrer von Haslach erwähnt. 1435 wird auch erstmals von einem Pfarrhof in Haslach geschrieben. Obwohl die formelle Ablösung von der 'Mutterkirche' St. Oswald im Laufe des 15. Jahrhunderts erfolgte, wird die Marktkirche noch des öfteren als 'filialis ecclesia' von St. Oswald bezeichnet.&xnbsp;

Pfarrkriche Haslach, um 1820

Pfarrkirche Haslach, 1890

Pfarrkirche Haslach, 2002

Der älteste Teil der derzeitigen Kirche stammt aus der Zeit um 1350. Es ist das Presbyterium mit Kreuzrippengeölbe. Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert wurden durch die in Haslach ansässigen Steinmetzfamilie Getzinger die Kirche verschönert. Schmuckstücke sind die Portale an der Nord- und Westwand sowie die Gewölbe der Vorhallen.&xnbsp;

Kirchturm Haslach, 1880

Kirchturm Haslach, 1985

Der freistehende Turm, erbaut als Wehrturm der Marktbestigung, ist das Wahrzeichen von Haslach. Der Turm wurde 1906/07 in der heutigen Form ausgebaut. 1981 wurde der Innenraum letztmals umgestaltet. 1989 wurde der Kirche mit einer Außenrenovierung das heutige Aussehen gegeben.




... Und eine Sage

Das Mühlmännlein und der Spielmann von Haslach

Ein lustiger Spielmann aus Haslach, der durch seinen Leichtsinn seinem Weib viel Anlass zu Verdruss bot, ging einmal im Tal der großen Mühl zu einer Hochzeit nach St. Oswald, um dort aufzuspielen. Bei dem Schlösschen Lichtenau kam ein kleines Männlein auf ihn zu, das auf einem kleinen Pferd daherritt. Der kleine sah gar seltsam aus. Er steckte in einer grünen Gewandung, und grünes Haupt- und Barthaar umrahmte sein braunes Gesicht, aus dem ein paar glühende Augen leuchteten. Die Kleider des Kleinen und das Zaumzeug des Pferdes waren mit Sumpf- und Wasserpflanzen geschmückt, wie man sie in der Mühl findet.

Wohin des Weges?" fragte der sonderbare Zwerg den erstaunten Spielmann.
"Ich gehe nach St. Oswald", entgegnete dieser, "um bei einer Bauernhochzeit zum Tanz aufzuspielen."
"Lass die St. Oswalder", meinte das Männlein, "die werden auch ohne dich auskommen. Ich habe ebenfalls heute meinen Hochzeitstag und sähe es gern, wenn du mit mir kämest, um bei meiner Hochzeit zu spielen. Es soll dein Schaden nicht sein."

Der Spielmann besann sich nicht lange und ging mit dem Zwerg, der ihn zur Mühl führte und in das Wasser hineinschritt, das vor ihm zurückwich. Eine kristallene Stiege kam zum Vorschein, die in die Tiefe hinabführte, wo sich ein eisernes Tor vor den beiden öffnete. Ein prächtiger in Felsen ausgehauener Saal lag vor ihnen, der in hellem Lichterglanz erstrahlte. Tiefgrün glänzende Schlingpflanzen schmückten die Wände des Raumes. Hier sollte die Hochzeit stattfinden. Das grüne Männlein forderte den Geiger auf, sein Spiel zu beginnen. Als die ersten Geigentöne erklangen, taten sich im Hintergrund mehrere Türen auf, und ein kleines grünes Völklein betrat paarweise das Gemach. Munter fingen sie an, sich nach den Klängen der Weisen im Tanz zu drehen, und der kleine Bräutigam schwenkte begeistert seine zierliche Braut. Der Spielmann spielte und spielte, bis dass ihm die Finger weh taten; er wusste selbst nicht wie lange. Als aber der Abend heraufkam, endete das Fest, und die kleinen Tänzer und Tänzerinnen schritten wieder paarweise aus dem Saal. Nur die Braut war zurückgeblieben und flüsterte dem Spielmann ins Ohr: "Zum Lohn für dein Spiel verlange nichts anderes, als was im Kehricht hinten dem Besen liegt!"

Nach einer Weile kam der Bräutigam zum Geiger und fragte ihn, was er für das Spiel schuldig sei.
"Ich verlange nichts anderes", erwiderte dieser nach dem Rat der Braut, "als was im Kehricht hinter dem Besen liegt!"
"Du hast keine schlechte Wahl getroffen", rief lächelnd der Zwerg. "Es sind nur drei Kreuzer, aber jeder Kreuzer kann dir einen Wunsch erfüllen."

Enttäuscht nahm der Spielmann die Münzen, er hörte kaum, was der Zwerg von den Wünschen sprach; dieser Lohn dünkte ihm lächerlich gering, und unwillig steckte er das Geld in die Tasche.

Nun führte das Männchen den Geiger aus dem Saal, und mit einemmal stand er wieder auf der Wiese am Ufer der Mühl und wusste nicht, ob er träume oder wache. Als er sich aber umdrehte, sah er im Abendschein das Schloss Lichtenau und rechts davon den mächtigen Turm von Haslach. Froh wanderte er nach Hause.

Spielmann äußert seinen ersten WunschSein Weib empfing ihn mit Vorwürfen; denn er war acht Tage fort gewesen, und sie hielt ihm seinen alten Leichtsinn vor. Ein Wort gab das andere, und bald waren sie im schönsten Zank gegriffen. Plötzlich erinnerte sich der Spielmann seiner Wunschkreuzer, griff zornig in die Tasche und nahm eine Münze heraus, wobei er rief: "Wenn wirklich jeder Kreuzer einen Wunsch erfüllt, so wünsche ich dir, dass dich der Leibhaftige auf des Teufels Tanzboden am Eckartsberg führt!"

Kaum hatte er das gesagt, als sich ein furchtbarer Sturm erhob, der Türen und Fenster aufsprengte und die Frau mit sich fortriss. Entsetzt nahm der Spielmann den zweiten Kreuzer und wünschte seine Frau wieder zurück, die nach kurzer Zeit zitternd neben ihm stand, während sich der Sturm wieder legte. Dieses schreckliche Ereignis wurde bald in der ganzen Umgebung bekannt, und alle Leute mieden das Ehepaar; denn man meinte, es gehe bei ihnen nicht mit rechten Dingen zu. Der Spielmann gab sein leichtsinniges Leben auf und beschloss, in die Fremde zu ziehen. Zuvor aber nahm er den dritten Kreuzer und warf ihn schaudern von sich. Sein Weib aber hob ihn auf und steckte ihn in des Mannes Geldbeutel.

So zog er denn fort, kam weit herum und hielt sich stets brav und anständig. Als aber die Sehnsucht nach der Heimat zu mächtig in ihm wurde, wollte er sich wieder heimwärts begeben. Er musste eine Strecke zu Schiff über das Meer fahren. Da brach ein furchtbares Unwetter los, und das Schiff geriet in höchste Gefahr, im Sturm unterzugehen. Die Schiffer wussten sich keinen Rat mehr. Ein Graf, der Schiffsgast war, versprach dem, der ihn retten würde, eine große Summe Goldes. Nun erinnerte sich der Spielmann an den dritten Wunschkreuzer, den er bei sich trug. Er nahm ihn aus dem Beutel und wünschte ruhige See, und sofort verflog der Sturm, und die Wogen des Meeres beruhigten sich. Nicht ohne Grauen übergab der Graf dem stillen Spielmann das Gold. Dieser kam glücklich nach Hause und war wirklich ein anderer Mensch geworden.

Mit Hilfe seines ersparten Geldes und des auf dem Meere erworbenen Goldes richtete er sich einen Laden ein und gelangte bald, von seiner treuen Gattin unterstützt, zu Wohlhabenheit und Ansehen. Er wurde Marktrichter in Haslach und verwaltete sein Amt mit Umsicht und Gewissenhaftigkeit, sorgte für die Armen und Kranken und starb nach einen pflichtbewussten Leben, beweint und betrauert von seinen Mitbürgern.

Aus der Zeit der Hussitenüberfälle stammt diese Sage:

Agnes, des Bürgermeisters Tochter und Engelbert[2]

Agnes, die Tochter des Haslacher Bürgermeisters, liebte einen Bürgersohn, namens Engelbert. Dessen Vater war der Lehre von Hus zugetan. Darum ging die Freundschaft zwischen diesen beiden Familien in Brüche. Aus Schmerz über die bösen Worte der Eltern nahm Engelbert den Soldatendienst auf sich und zog mit den kaiserlichen Truppen nach Böhmen.

Als man eines Tages den Brief eines Hussitenanführers auffing, der an Engelberts Vater gerichtet war, ver­dächtigte man den Armen des Verrates an seinem Heimatorte und sperrte ihn ins Gefängnis.

Einige Tage später erschienen die verfemten Hussitenscharen vor den stark besetzten Wällen von Haslach. Vom Pferd herab forderte der bärtige Böhmenführer die Übergabe des Ortes und drohte, als er die ablehnende Haltung gewahr wurde, mit Feuer, Tod und Verderben. Gegen Mittag wälzte sich die Haupttruppe der Feinde heran und bildete die gefürchtete Wagenburg. Heulend und Furcht einflößend stellte sich die sieggewohnte Streitschar zum Angriff auf den Mühlviertler Ort bereit. Doch die starken Mauern hielten stand und die tapferen Bürger ließen sich nicht entmutigen. Also richteten sich die Fremden, fluchend und die Umgebung brandschatzend, auf eine längere Belagerung ein.

Als sich der hussitische Haufen nach anstrengenden Kampftagen zerfahren und ermüdet zeigte, wagten nach einem Gewitter um Mitternacht die tapfersten Haslacher vom Friedhofspförtchen aus einen Ausfall. Die Verwegenen hatten Glück und nützten die Überraschung. Der Haslacher Marktrichter stürmte allen voran auf den Hussitenführer los, um in ihm die ganze Schar vernichtend zu treffen. Da stolperte der Mutige über einen Toten. Bevor ihm noch der andere, hohnlachend, den Garaus machen konnte, stürzte eine kleine Schar kaiserlicher Soldaten mit gestreckten Lanzen herbei, allen voran ein blutjunger Offizier, der schallend ,Tod den Hussiten!' schrie. Seinem wuchtigen Anprall war der überraschte Hussitenführer nicht gewachsen. Doch während das Schwert des Offiziers den Gegner durchbohrte, sprang ein weiterer Hussit wutschnaubend heran, brüllte: ,Du Teufel!' und ließ seine Streitaxt wuchtig auf den Kopf des Kaiserlichen niedersausen.

Nachdem das Scharmützel zugunsten der Haslacher beendet war und die Hussiten in die Wälder sich zurückgezogen hatten, ließ der Marktrichter den zusammengebrochenen Retter in sein Haus bringen. Seine Tochter Agnes wurde zu seiner Pflege herbeigerufen. Als sie an das Lager des Todwunden trat und die blutige Binde von der Stirne nahm, erkannte sie mit stockendem Herzen den Gast. Mit tränenerstickter Stimme flüsterte sie: ,Engelbert!' und griff zitternd nach seiner Hand. Tieferschüttert hatte ihr Vater diesen Vorgang beobachtet. Auch sein Herz packte die Erkenntnis, wem er sein Leben zu verdanken hatte. Mit geflüsterten Worten gab er im Hausflur seinem Sekretär die Weisung, daß sofort des Jünglings Vater aus dem Gefängnis herbeigeführt werde.

 




Wappen von Haslach an der MühlDer Gebrauch des Haslacher Marktsiegels ist erstmals durch den Ankündigungstext in einer Seelgerätstiftung vom 24. April 1373 bekannt. Der erste Nachweis des Wappenbildes ist im anhangenden, stark beschädigten Siegel zu einer Frühmessstiftung vom 28. November 1472 zu finden. Die Bestätigung bzw. Neuverleihung des heute geführten Wappens erfolgte am 1. Januar 1615 durch Kaiser Matthias, nachdem Richter, Rat und Bürgerschaft um "Confirmation" des seit "über die dreihundert Jahr" geführten Wappens baten. Am 6. Mai 1958 genehmigte&xnbsp; die oberösterreichische Landesregierung durch Beschluss&xnbsp; die am 31. März 1958 vom Gemeindeausschuss festgesetzten Gemeindefarben.

Das Gemeindewappen, in Blau auf grünem Schildfuß ist eine silberne, gequaderte und gezinnte, durchgehende Mauer dargestellt; in deren Mitte ein schwarz geöffnetes Rundbogentor mit goldenem, halbaufgezogenem Schutzgatter, hölzernem (braunem) Wehrgang und rotem Satteldach mit zwei goldenen Knäufen. Zwischen den zu beiden Seiten des Torbaues aufragenden silbernen, schwarz geöffneten Türmen mit steinernen Wehrgängen, roten Spitzdächern und goldenen Knäufen erscheint, begleitet von vierzehn goldenen Sternen und überhöht von einem goldenen, gold gekrönten Unzial-Buchstaben M, ein silbernes Schildchen mit einer roten, fünfblätterigen heraldischen Rose. Die Gemeindefarben sind blau-gelb-rot.

Türme und Wehrmauer bringen die urkundlich seit der Mitte des 14.&xnbsp;Jahrhunderts bekannte Befestigung des Marktes als Grenzschutz gegen Norden zum Ausdruck; die Witigonen-Rose weist auf die Herren von Rosenberg, die von 1341 bis 1599 den "Markcht ze Haslach" als Lehen der Passauer Bischöfe besaßen; das gekrönte M erinnert an die Neuverleihung des Wappens durch Kaiser Matthias.


Weiter Infos:   Hompage der Gemeinde Haslach an der Mühl ('Gemeindeportal')
                     Geografische Daten der Gemeinde Haslach an der Mühl
                     Zahlen und Fakten zur Gemeinde

 

[1] Diese (ergänzte) Ausstellung stammt aus: Marktgemeinde Haslach a. d. Mühl, 1992: "Chronik von Haslach (1256 - 1949)" in: Webermarkt Haslach a.d. Mühl - 650 Jahre Marktrecht 1341 - 1991; Rohrbach: Druckerei Deutschbauer, S 346-351 sowie: Hans Gierlinger, 1992: "Die 'neue Zeit - Haslach ab 1950", ebda, S 339-345 sowie:
Regionalverein Donau-Böhmerwald, 2001: "Mühlviertel - Zwischen Donau und Böhmerwald - Der Bezirk Rohrbach"; Ottensheim: Deutschbauer Druckerei, S 500-505

[2] Aus: Fritz Egger, 1969: Oberösterreichisches Heimatbuch. Linz, Gutenberg-Verlag, S 28
 

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